Stadt Ehingen

Seitenbereiche

Logo
Navigation

Seiteninhalt

Pressemeldungen

88 Prozent wohnen gern in Ehingen

Über 100 Bürgerinnen und Bürger sind am Montag auf Einladung der Stadtverwaltung in die
Lindenhalle gekommen, um die Ergebnisse der Bürgerbefragung zum Stadtentwicklungskonzept
zu erfahren und den Leitbildentwurf zur Energiezukunft Ehingen im Projekt Nachhaltige Stadt
weiter zu entwickeln. Oberbürgermeister Alexander Baumann ging in seiner Begrüßung auf die
lebendige Bürgerbeteiligung ein, welche beide Themen prägt. „Es ist mir wichtig, Sie heute über
den aktuellen Stand zu informieren und weiter zu beteiligen“, so Oberbürgermeister Baumann. „
Bürgerbeteiligung spielt in beiden Prozessen eine sehr wichtige Rolle“. Letztendlich greifen beide
Themen ineinander, werden aber trotzdem voraussichtlich im Herbst in zwei separaten
Beschlüssen des Gemeinderats verabschiedet werden.


Imakomm stellt Ergebnisse vor
Dr. Peter Markert von der Imakomm-Akademie präsentierte den interessierten Zuhörern
einzelne ausgewählte Ergebnisse der im Frühjahr durchgeführten Bürgerbefragung. „Im
Meinungsbild der Bürger hat Ehingen relativ gut abgeschnitten. 88% der Befragten wohnen
gerne in Ehingen. 1026 Personen haben sich an der Befragung beteiligt. „Vieles in Ehingen ist gut
,“ so Dr. Markert. Insgesamt bietet die Große Kreisstadt nach Meinung der Bürger gute
Rahmenbedingungen. Die Mehrzahl der Befragten sieht Ehingen als starken Wirtschaftsstandort,
der viele Arbeitsplätze bietet, ebenfalls auch als guten Bildungsstandort mit entsprechenden
Schulen und Kinderbetreuungseinrichtungen. Dass sich die Stadt Ehingen mit aktuellen Themen
wie Nachhaltigkeit und Familienfreundlichkeit beschäftigt, stößt auf positive Resonanz.
Entwicklungsschwerpunkte sehen die Befragten im Bereich Innenstadt. Trotz guter Ansätze wie
das Thema Bierkultur oder die Aufwertung des Bereichs rund um die Schmiech gibt es
Verbesserungsbedarf. Es fehlen laut Umfrageergebnis Plätze für einen gemütlichen Aufenthalt,
und der geringe Anteil von Verkaufsflächen in der Ehinger Innenstadt mit etwa 8% sollte
optimiert werden. Seit der Umfrage hat sich bereits wieder einiges getan. Mit Norma hat ein
Lebensmittelmarkt am Sternplatz eröffnet und die Bekleidungskette H&M wird den Umbau des
ehemaligen Modehauses Kaim im Herbst abschlossen haben. „Es gibt Potenziale in der
Innenstadt, man muss jedoch weiter daran arbeiten“, fasste Dr. Markert zusammen. Am
zweithäufigsten assoziieren die Ehinger den Begriff „Wirtschaftsstandort“ mit ihrer Stadt. Die
Analyse bestätigt einen positiven Pendlersaldo, einen geringen Schuldenstand der Stadt und
überdurchschnittliche Arbeitsplatzdichte. Das Thema Jugend und Kinder war in der
Klausurtagung des Gemeinderats am stärksten priorisiert worden. Freizeit- und
Ausgehmöglichkeiten für Jugendliche wurden vergleichsweise schlecht bewertet. Zum Thema
Teilorte führte Dr. Markert weiter aus, dass die Ortsteile oftmals beliebte Wohnstandorte sind,
trotzdem ist eine starke Heterogenität der einzelnen Stadtteile zu erkennen. Die
Wohnortszufriedenheit ist jedoch auch in den Teilorten relativ groß. Auch das Thema
Demographie wird an Ehingen nicht spurlos vorbeigehen. Trotzdem gibt es Städte, die in der
Zukunft wesentlich mehr Einwohner verlieren werden. Insgesamt ist festzustellen, dass
Kommunikation und Transparenz von Angeboten in vielen Lebensbereichen noch verbessert
werden können.


Weiterentwicklung Leitbild Energiezukunft
Das Leitbild Klimaschutz und Energiezukunft Ehingen im Rahmen des Projekts Nachhaltige Stadt
– Wirtschaftsstandort Ehingen spielt ebenfalls in das Stadtentwicklungskonzept hinein. Nachdem
die Bürgerbeteiligung zur Leitbilderstellung im Oktober letzten Jahres begann und mit einer
Bürgerwerkstatt mit rund 50 Interessierten fortgesetzt wurde, haben Lokale Agenda,
Stadtverwaltung und EnBW einen Leitbildentwurf zu Papier gebracht. Die Ergebnisse der
Bürgerwerkstatt waren die Basis, auch die Gedanken der Lokalen Agenda, bei der sich drei
Arbeitsgruppen in zahlreichen Sitzungen mit dem Thema beschäftigt haben, sind miteingeflossen
. „Es gilt jetzt, die formulierten Ziele im Leitbildentwurf zum Leben zu erwecken. Wir dürfen nicht
auf der Zielebene stehen bleiben,“ appellierte Timo Buff, der den Bürgerbeteiligungsprozess im
Rahmen der Nachhaltigen Stadt von Anfang an begleitet und nun den Leitbildentwurf vorgestellt
hat. „Wir wollen Ihre Anregungen aufnehmen und das Leitbild dementsprechend
weiterentwickeln, bevor wir zum Abschluss in die politische Diskussion kommen werden“,
ergänzte Moderator Timo Buff.


Sechs Thementische
Die interessierten Bürgerinnen und Bürger verteilten sich an insgesamt sechs Thementischen
und machten sich intensiv Gedanken, welche Projekte weiter ausgearbeitet werden sollen. Viele
interessante Aspekte wurden erarbeitet und anschließend dem Plenum vorgestellt. Die
Imakomm-Akademie wird die Ergebnisse nun zusammenfassen, weiter ausarbeiten und sie
anschließend einer Online-Evaluation unterziehen. Den Leitbildentwurf Klimaschutz und
Energiezukunft empfanden die Workshopteilnehmer als eine gute Basis, in der man sich
wiederfinden kann. Wichtig war es den Beteiligten, dass der Prozess weitergehen muss. Dies
kann nur gelingen, wenn das Bewusstsein möglichst Vieler für die Themen im Leitbild geschärft
wird. Dies sei nicht alleine Aufgabe der Stadtverwaltung waren sich die Mitwirkenden am
Thementisch einig, sondern auch die Bürgerschaft müsse ihren Teil dazu beitragen.


Ausblick
Oberbürgermeister Alexander Baumann bedankte sich bei allen Anwesenden und sprach ein
großes Kompliment für deren engagierte Mitarbeit aus. Zu allen Themen war eine lebhafte, aber
konstruktive Diskussion zu erkennen. „ Wir sind auf einem guten Weg, ich freue mich auf ein
gutes Ergebnis in den beiden Prozessen Nachhaltige Stadt und Stadtentwicklungskonzept.“
Info: Die Ergebnisse der Bürgerveranstaltung werden nun zusammengestellt und alsbald auf der
Homepage der Stadt Ehingen unter www.ehingen.de eingestellt.

Weitere Informationen

Pionierarbeit für Mensch und Umwelt

Stadtverwaltung, OEW, Hochschule Biberach, Ehinger Energie, Erdgas Südwest und EnBW machen Ehingen zur „Nachhaltigen Stadt". Dazu muss die Energieversorgung effizient, umweltfreundlich und dezentral sein. Know-how kommt von der EnBW, Erdgas Südwest und der Ehinger Energie. Die Hochschule Biberach begleitet das Pilotprojekt wissenschaftlich.